Zuletzt aktualisiert am 20. Dezember 2021

Versicherungspflichtgrenzen

Neben den Beitragsbemessungsgrenzen gibt es Versicherungspflichtgrenzen für die gesetzliche Krankenversicherung, die bundeseinheitlich festgelegt sind. Die Versicherungspflichtgrenze bestimmt das jährliche Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers (die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze), bis zu dem in der gesetzlichen Krankenversicherung eine Versicherungspflicht besteht. Diese Grenze wird jährlich an die Bruttogehaltssumme des vorherigen Kalenderjahres angepasst. Sie beträgt 2021 monatlich 5.362,50 und jährlich 64.350 €.

Übersteigt das Jahresgehalt diese Grenze, können Arbeitnehmer zwischen einer privaten Krankenkasse oder einer freiwillig gesetzlichen Krankenkasse wählen. Das muss Einkommen für 12 Monate über der Versicherungspflichtgrenze gelegen haben, damit Arbeitnehmer diese Wahl haben.
Für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die bereits am 31.12.2002 versicherungsfrei waren, beträgt die Versicherungspflichtgrenze 58.050 € (monatlich 4.837,50 €).

Beispiel

Ein Kunst- und Antiquitätenhändler wechselte die Arbeitsstelle und verdiente seit 01.08.2019 monatlich 5.500 €. Da sein Einkommen damit bereits seit mehr als einem Kalenderjahr über der Versicherungspflichtgrenze liegt, kann er nun überlegen, ob er sich freiwillig versichern lassen möchte.

Inhaltsverzeichnis