Zuletzt aktualisiert am 20. Dezember 2021

Bestattungsvorsorge

Vielen Menschen fällt es schwer, sich mit dem eigenen Sterben oder dem Tod von geliebten Menschen auseinander zu setzen. Eine Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten stellt sicher, dass den eigenen Wünschen im Todesfall entsprochen wird und die Hinterbliebenen entlastet werden.

Bestattungsverfügung

In einer Bestattungsverfügung kann die eigene Bestattung geplant werden: Von der Bestattungsart (z.B. Feuer- oder Erdbestattung) über die Gestaltung einer Trauerfeier bis zur Beauftragung eines Bestattungsinstitutes.

 

Beispiel

Als der Witwer Herr S. von seiner terminalen Krebserkrankung erfährt, entschließt er sich, eine Bestattungsverfügung zu verfassen. Er wünscht sich eine Urnenbeisetzung im Familiengrab. Für die Trauerfeier sucht er 2 Lieder aus, die dann in „gehobener Lautstärke“ abgespielt werden sollen, damit er „sie auch vom Himmel aus hören kann“. Blumenschmuck wünscht er keinen am Grab, stattdessen verfügt er, dass das dafür verwendete Geld dem örtlichen Kinderhospizverein gespendet werden soll.

Form und Aufbewahrung

Eine Bestattungsverfügung kann entweder formlos handschriftlich oder mithilfe einer Vorlage erstellt werden. Datum und Unterschrift müssen in beiden Fällen eigenhändig darunter gesetzt werden. Eine notarielle Beglaubigung kann vor allem bei Druckvorlagen sinnvoll sein, um die Gültigkeit der gemachten Angaben zu bekräftigen. Am besten werden alle Vorsorgedokumente an einem sicheren Ort aufbewahrt, wo sie schnell gefunden werden.

Bestattungsvorsorgevertrag

In einem Bestattungsvorsorgevertrag können Patienten neben Bestattungsart und -ablauf auch die Finanzierung klären und ein konkretes Bestattungsunternehmen bestellen. Auf Basis der gewünschten Leistungen erstellt der Bestatter einen Kostenvoranschlag. Der Betrag wird bereits zu Lebzeiten beglichen und in der Regel auf ein Treuhandkonto einbezahlt. Im Todesfall wird er zur Finanzierung der Beisetzung verwendet.

 

Übernahme der Bestattungskosten durch das Sozialamt

Sind die Angehörigen finanziell nicht dazu in der Lage, die Kosten für die Kosten der Bestattung eines Verstorbenen zu tragen, kann unter Umständen das Sozialamt für die Bestattungskosten aufkommen.

Anlaufstellen und weitere Informationsquellen

Im Internet gibt es verschiedene (unabhängige) Portale, welche über die diversen Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge informieren und auf denen auch Muster-Verfügungen heruntergeladen werden können.

Weiterführende Artikel im neuraxWiki

Vorsorge für Notfall, Krankheit und Behinderung

Vorsorge in der Brieftasche

Patientenverfügung

Betreuungsverfügung

Vorsorgevollmacht

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